Zeitungsprojekt
Ab dem 02.04.2011 wird in Zusammenarbeit mit der Rhein-Zeitung eine 40-teilige Reihe von dem Autor Andreas Pecht veröffentlicht unter dem Titel
Eine Reise durch unsere Kultur- und Geistesgeschichte
„Wir wollen nicht so sehr trockene Fakten anhäufen, sondern Bildung vermitteln. Natürlich geht es nicht ohne Fakten. Aber erst aus dem Verständnis von Zusammenhängen entsteht eine sinnvolle Sicht auf die Welt. Eine Sicht, die unser Leben bereichert.“ Das sagt Barbara Abigt, Geschäftsführerin der „Marienberger Seminare“, über die neuen Seiten „Wissen“, die ab sofort in unserem Wochenend-Journal zu finden sind. Die 40-teilige Reihe ist eine Kooperation zwischen dem in Bad Marienberg ansässigen Bildungsverein und unserer Zeitung.
Der Mensch seit 16 000 Jahren
Die Leser sind eingeladen zu einer gedanklichen Reise durch die Kultur- und Geistesgeschichte. Dabei haben die Journal-Seiten den Ehrgeiz, auch schwierige Zusammenhänge allgemein verständlich nahezubringen. Behandelt werden ausgewählte Themen, aus denen sich ein grober Überblick über die Entwicklung der Zivilisation seit etwa 16 000 Jahren zusammensetzt. Die Reihe beginnt in der mittleren Steinzeit und endet im 20. Jahrhundert.
Die Reise durch die Kultur- und Geistesgeschichte vor allem des Abendlandes berührt viele Fachbereiche und stellt Verbindungen zwischen ihnen her. Der griechisch-römischen Antike beispielsweise wird breiter Raum gegeben, um zu erhellen, wie sehr jene Zeit in Politik, Philosophie, Naturwissenschaft, Architektur und Kunst nachfolgende Epochen bis zur Gegenwart geprägt hat.
Im Zentrum stehen Entwicklungen, die Lebensart und Denken der Menschen maßgeblich beeinflussten. Das schließt den Blick auf frühe Hochkulturen, Christianisierung und spätere Kreuzzüge ebenso ein wie die Beschäftigung mit Gutenberg-Druck, mittelalterlichem Liebesideal oder den Umwälzungen des Weltbildes durch Kopernikus, Galilei und Newton. Wir besuchen Leonardo da Vinci und Martin Luther, kommen über den Dreißigjährigen Krieg zur Aufklärung, dann zur Französischen Revolution. Der Weg führt zur Romantik und ins industriell-wissenschaftliche Zeitalter, auch zu Charles Darwin, Karl Marx, Max Weber und Sigmund Freud.
Die „Wissen“-Reihe beruht auf dem Basis-Kurs der Akademie der Marienberger Seminare. Diese Akademie richtete der Verein 2005 zusätzlich zum normalen Seminarprogramm ein. Man griff damit den Wunsch nach einem knappen, gut verständlichen Überblick über Grundzüge und wichtigste Stationen der Kultur- und Geistesgeschichte auf. Der Basis-Kurs besteht aus 30 etwa 80-minütigen Vorträgen, gehalten von sieben studierten, teils als Lehrer und Hochschullehrer tätigen Referenten. Diese Vorträge werden fürs Journal unserer Zeitung von zwei Journalisten zu 40 Zeitungsseiten umgearbeitet. Die als CD-Mitschnitt vorliegenden Referate müssen für den Abdruck beträchtlich verknappt und sprachlich angepasst, teils auch inhaltlich umgestellt werden. Denn was sich in mündlicher Rede einfach und lebhaft erklären lässt, kann in verkürzter Schriftform ziemlich kompliziert und trocken ausfallen. Genau das aber soll bei „Journal Wissen“ auf keinen Fall eintreten.
Die Texte sind nicht als Beiträge zum akademischen Diskurs gedacht. Wer schon alles weiß, erfährt eher wenig Neues – darf sich allerdings hie und da von Blickwinkeln anregen lassen, die nicht in jedem Schulbuch zum Standard gehören. Geschichte lässt sich aus verschiedenen Perspektiven unterschiedlich darstellen und deuten. Das gilt auch für die Aufsätze dieser Reihe. Kurzum: „Journal Wissen“ soll nicht mehr, aber auch nicht weniger sein als ein Lektüreangebot an jedermann zur Erweiterung, Auffrischung oder auch mal kritischen Befragung der persönlichen Allgemeinbildung.
Schwerpunkte statt uferloser Fülle
Natürlich passt auf 40 Zeitungsseiten nur ein winziger Teil der Kultur- und Geistesgeschichte. Eine Stoffauswahl ist unumgänglich. Und wie immer in solchen Fällen werden die Meinungen über Darstellung und Auswahl auseinandergehen. Aber eine solche historische Serie muss Schwerpunkte setzen und irgendwann ein Ende finden. Andernfalls ginge ihr Charakter als knapper Überblick bald in uferloser Fülle verloren.
Diese Serie wurde zwischenzeitlich auch von folgenden Zeitungen übernommen:
Weitere Zeitungen sind in Vorbereitung.
